Improvisationstheater – Die Grundlagen

Massgeschneiderte Improvisations-Workshops

improvisation

und

der Businessalltag

Geschichte

Im Laufe der letzten 50 Jahren wurden im Kontext des Improvisationstheaters vielfältige Übungen entwickelt und erprobt, welche die Grundlagen für eine konstruktive Teamzusammenarbeit gezielt trainieren. Als erfahrene Impro-Spielende, die in Improvisation in der Tradition von Keith Johnstone und Del Close ausgebildet wurden, haben wir uns intensiv mit diesen Übungen und ihren Hintergründen auseinandergesetzt. In unseren Projekten und Workshops nutzen wir sie für die Organisationsentwicklung, die Personalentwicklung und für die Kreativität.

improvisationstheater

Beim Improvisationstheater entwickeln die Schauspielenden, gemeinsam und unter Einbezug von Vorgaben des Publikums, Szenen spontan aus dem Moment. Damit dies gelingt, bauen sie auf folgenden Grundlagen, welche auch in Organisationen ihre Gültigkeit besitzen:

 

Vertrauen

Die Basis für das gegenseitige Zuhören und die Bereitschaft Risiken einzugehen ist Vertrauen. Dies beinhaltet sowohl das Vertrauen in die Mitspielenden als auch das Vertrauen in sich selbst. Die Auseinandersetzung mit Vertrauen ist deshalb ein zentraler Aspekt der Improvisation und auch für die gemeinsame konstruktive Zusammenarbeit in Ihrer Organisation hilfreich.

 

Zuhören

Ideen anderer können nur angenommen werden, wenn sie gehört werden. Zuhören beinhaltet das genaue Beobachten und das bewusste Wahrnehmen von anderen. Dies beschränkt sich jedoch nicht nur auf die kognitive Verarbeitung von verbalen Informationen, sondern umfasst auch nonverbale und emotionale Aspekte.

 

Konstruktiver Umgang mit Scheitern

Der erste Schritt zu einem konstruktiveren Umgang mit Scheitern besteht darin, die Angst vor Misserfolgen zu überwinden. Dazu gehört das bewusste Eingehen gewisser Risiken und die Anerkennung des Scheiterns als eine mögliche Option. Weiter beinhaltet der konstruktive Umgang mit Scheitern die Reduktion negativer Gefühle bezüglich des möglichen Scheiterns – Gefühle wie Panik und Selbstzweifel, welche für die Kreativität hinderlich sind. Die grosse Kunst im Umgang mit Scheitern besteht letztlich darin, das Scheitern selbst als Inspiration für neue Ideen zu nutzen.

 

Ideen produzieren und mitteilen

Eigene Ideen entstehen zu lassen, ist ein kreativer Prozess, welcher sich mittels diverser methodischer Vorgehensweisen hilfreich unterstützen lässt. Das Loslassen von Kontrollen und Ängsten kann ebenfalls helfen, Kreativität zu fördern. Thinking outside the box – das Begehen von neuen Wegen ist immer mit gewissen Risiken verbunden und das Mitteilen der eigenen Ideen birgt die Gefahr, Ablehnung zu erfahren. Folglich benötigt das „Ideen produzieren und mitteilen“ ein gewisses Sicherheitsgefühl und einen dazugehörigen sicheren Rahmen in Form eines gemeinsamen Verständnisses und Verhalten im konstruktiven Umgang mit Scheitern.

 

Ideen anderer annehmen

Gemeinsames kreieren ist nur möglich, wenn alle Beteiligten bereit sind die eigenen Ideen loszulassen, um in die Ideenwelten anderer abzutauchen. Zentral hierfür ist, eine „Ja, und – Haltung“ aller Beteiligten. Dabei ergibt sich der eigene Beitrag idealerweise aus der logischen Fortsetzung der vorherigen Idee des jeweils persönlichen Blickwinkels. Konsequent angewandt führt dies zu einem bausteinartigen Integrieren von Ideen verschiedener Personen, die nahtlos aneinander anknüpfen.

 

Gemeinsam Neues kreieren

Improvisierende kreieren immer gemeinsam. Neue Ideen und Geschichten entstehen im Zusammenspiel mit anderen und bedingen die Integration eigener Ideen mit den Ideen anderer. Damit dies gelingt müssen Improvisierende eigene Ideen kreieren und den anderen mitteilen, sie müssen aber auch bereit sein, die Ideen von anderen anzunehmen. Nur durch die Integration von Ideen verschiedener Personen kann Neues entstehen, das der Komplexitätsanforderung der Umwelt gerecht wird.

Nicht das Problem macht die Schwierigkeiten, sondern unsere Sichtweise.
Viktor Frankl

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